Freitag, Mai 12, 2006

Fruits of Israel


Beim Suchen nach einem Bild für die fehlende Frucht fiel mir auf, dass eigentlich zwei wichtige Früchte fehlen, nämlich außer der Kaktusfeige (Sabre) auch der Granatapfel.

Der Granatapfel (von granae lat. für Körner) war Bestandteil der Amtstracht des Hohenpriesters in historischer Zeit und war ein Symbol für Fruchtbarkeit. Heute ist es eine erfrischende Köstlichkeit auf den Märkten in Jerusalem, Akko oder anderswo, frisch gepressten Granatapfelsaft zu trinken.

Die fehlende Frucht, an die ich zunächst gedacht hatte, war die Kaktusfeige, hebräisch tsabar oder sabre. Dieser Name dient auch zur Bezeichnung eines in Israel geborenen jüdischen Israelis. Manche nutzen sie sogar als Sinnbild der israelischen Mentalität: außen stachlig, innen süß. Ob das zutrifft, müssen Sie während unserer Reise selbst feststellen. Sie können sich aber auch vorab über den Begriff Doogri auf einer Internetseite zum internationalen Geschäftsgebahren orientieren.

http://www.executiveplanet.com/business-culture-in/139159484671.html

Und hier ein Auszug aus Wikipedia zum Begriff Chuzpe.

http://de.wikipedia.org/wiki/Chuzpe


Ein Jude wird wegen Ehrenbeleidigung verklagt. Er habe jemandem „Chuzpe“ vorgeworfen. Der Richter jedoch kennt das Wort gar nicht und bittet den Juden, es zu erklären.
Der Jude erklärt den Begriff zunächst für unübersetzbar. Endlich bequemt er sich, Chuzpe mit „Frechheit“ zu übersetzen. „Allerdings“ fügt er hinzu, „ist es keine gewöhnliche Frechheit, sondern Frechheit mit Gewure.“
Der Richter: „Was ist Gewure?“
„Gewure – das ist Kraft.“
„Chuzpe ist also eine kräftige Frechheit?“
„Ja und nein. Gewure ist nicht einfach Kraft, sondern Kraft mit Ssechel.“
„Und was ist Ssechel?“
„Ssechel – das ist Verstand.“
„Also ist Chuzpe eine kräftige, verstandesvolle Frechheit.“
„Ja und nein. Ssechel ist nicht einfach Verstand, sondern Verstand mit Taam [Geschmack, Nuance, Charme, Schliff.]“
„Schön – und was ist Taam?“
„Herr Richter, wenn Sie gar kein Deutsch können, kann ich Ihnen nicht erklären, was Chuzpe ist.“

Quelle für Bilder und Text: Wikipedia

Der jüdische Witz war nicht nur Gegenstand von Veröffentlichungen von Sigmund Freud und Salcia Landmann, sondern hat eine viel breitere Basis in der leidvollen Geschichte der Juden in Europa. Auch gegenwärtig schicken sich viele Israelis einfach spontan Witze oder humorvolle Audio- oder Videosequenzen per E-Mail zu.

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